Sport + Spiel in der Basler Unterwelt

Zum diesjährigen Partnerausflug liess sich Hans Peter als Reiseleiter etwas Besonderes einfallen. Er organisierte eine Führung entlang des Birsig vom Zolli bis zur Rheinmündung.   

Der 21 km lange Fluss entspringt im Elsass und durchquert Basel auf einer Strecke von
1.2 km, hauptsächlich unterirdisch. Früher diente er dem Gewerbe als Energieträger und war zugleich Kanalisation. Dank gesteigerten Hygieneansprüchen und den entsprechenden
Massnahmen ist die interessante Begehung heute ausser bei Hochwasser möglich.
Nach einem kurzen oberirdischen Teil tauchten wir über eine Metallleiter in das eingedolte Flussbett. Anhand von Fotos an der Wand konnten wir uns regelmässig über den jeweiligen Standort orientieren und den Bezug zur Aussenwelt aufrecht erhalten. Ohne je von einer Lichtampel oder einem Trämli behindert worden zu sein, passierten wir den Barfüsserplatz, Marktplatz, ...

Mit ein paar Bildern gab uns der Begleiter einen kleinen Einblick in die Geschichte des Birsig, von der Kloake zu einem kanalisierten Flüsschen. Die Eindeckung ermöglicht auch den unsichtbaren Verlauf der Fernwärmeleitungen.
Nach einer guten Stunde blendete uns wieder das Tageslicht und die Sicht auf
den Rhein und die mittlere Brücke war eindrücklich.


Eine gewisse Zeit kann der Mensch mit Wasser überleben. Da aber Sonntag war, setzten wir uns zum Italiener an den gedeckten Tisch. Nach der vorzüglichen Pizza lernten wir Ramazzotti (italienischer Kräuterlikör) in flüssiger Form wie auch als Glace kennen. 
Obwohl die Geschäfte geschlossen waren, liess uns der Verdauungsspaziergang zum Bahnhof   etwas Stadtatmosphäre schnuppern und wir lernten  Basel auch noch oberirdisch kennen. Die SBB  transportierte uns sicher nach Solothurn und die anschliessende Busfahrt
endete in Biberist vor dem Restaurant Rössli. Dort setzten wir traditionsgemäss unter der Kiwi-Pergola den Schlusspunkt des Ausflugs. Einstimmig wurde beschlossen, den Partneranlass auch nächstes Jahr wieder durchzuführen.


Merci Hanspi

 

Martin Schreier / Fotos: Rolf Locher